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Bericht aus aktuellen Anlass:

Im Oktober 2018 fanden die letzten offiziellen Gespräche mit dem damaligen LSVD Vorstand statt. Wenige Tage danach ereilte uns ohne Vorwarnung die Kündigung über die gemeinsam genutzten Räume, bis heute gibt es dafür keine Begründung. Im August des letzten Jahres verschärfte sich die bereits angespannte Situation, denn der LSVD verklagte den CSD Magdeburg e.v. 

Hintergrund war ein Artikel, geschrieben von einem Mitglied beider Vereine, in der Magdeburger Queerstimme. Inhaltlich moniert der Artikel das diskriminierende und ausschließende Verhalten vom LSVD Sachsen-Anhalt. Dies bezog sich darauf, dass ohne ersichtlichen Grund Mitglieder des LSVD Bundesverbandes nicht im zugehörigen Landesverband (Sachsen-Anhalt) aufgenommen wurden.

Als Reaktion wurde darauf der Queerstimme Artikel veröffentlicht, woraufhin der LSVD Sachsen-Anhalt mehrere Hausverbote gegen Mitglieder des CSD Magdeburg erteilte. Bis dato haben einige weitere Mitglieder des CSD Magdeburg e.V. ein Hausverbot, in dem mit 

öffentlichen Geldern finanzierten Räumlichkeiten des LSVD, grundlos erhalten. 

In dem aus der Klage resultierendem Urteil vom Landgericht musste der LSVD Sachsen-Anhalt die Bezeichnung diskriminierend, mit dem Hintergrund seiner Handlungen hinnehmen. Er ging daraufhin in Berufung vor das Oberlandesgericht und zog nach einer deutlichen Stellungnahme der Richter ihre Berufungsklage zurück. Insgesamt kosteten diese Klagen den LSVD Sachsen-Anhalt, nach unseren Informationen, rund 10.000€. Der CSD Magdeburg e.V. möchte trotz der Ereignisse seit Jahren wieder Gespräche aufnehmen. Der gemeinsame Druck der Mitglieder des Lesben Schwulen Queeren politischen Runden Tisch (LSQPRT) Sachsen-Anhalt sorgte im April 2022 dafür, dass der LSVD sich bereit erklärte an einem Mediations-Gespräch mit dem CSD Magdeburg e.v. teilzunehmen. Am 02.06.2022 um 18:00 Uhr trafen sich LSVD und CSD Magdeburg e.V. in den Räumen der AIDS Hilfe Halle. Moderiert wurde das Gespräch vom Vorstand des LSQPRT, Elke Prinz und Marcel Dörrer. Der LSVD Vorstand wurde vertreten durch Maximilian Pech, Jonas Leutz und Martin Lehmann. Der CSD Magdeburg e.V. Vorstand wurde vertreten durch Justin Dziobek, Falko Jentsch, Martin Quedenfeld und Michell Wenzell. In dem konstruktiven 4 stündigen Austausch wurde eine Einigung erzielt, welche unten nachlesbar ist.


Dies sollte der erste gemeinsame Schritt sein um wieder gemeinsam zu kommunizieren und zu arbeiten. Kurz vor der Unterzeichnung bat der LSVD um eine Nacht Bedenkzeit, zwei der anwesenden Vorstandsmitglieder (Maximilian Pech, Jonas Leutz) wollten jedoch sofort unterschreiben. Ein wichtiger Bestandteil der Vereinbarung war, dass die nächsten Gespräche in naher Zukunft stattfinden sollten. Am 05.06.2022 erfuhren wir dann durch eine E-Mail vom LSVD Sachsen-Anhalt, dass dieser noch weitere Bedenkzeit benötigt (E-Mail im Anhang).

Am 09.06.2022 ereilte uns durch eine Pressemitteilung des LSVD Sachsen-Anhalt die Ablehnung jeglicher weiterer Zusammenarbeit. 


Wir als CSD Magdeburg e.v. sind im Interesse der LSBTIQ* Community weiterhin an Gesprächen interessiert.

Der Vorstand des CSD Magdeburg e.v.

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